Die Ritterschaft

Die Bergische Ritterschaft ist eine taten- und auch sonst durstige, streitbare Vereinigung  ehrenwerter Herrschaften, die sich die Bewahrung mittelalterlichem Brauchtums und ritterlichen Gedankengutes auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei orientieren wir uns an den Sitten und Gebräuchen der Kreuzritterzeit, d.h. wir schützen Jungfrauen (auch schon ältere und solche, die es wieder werden wollen) vor feindlichen Übergriffen (eigene Übergriffe sind gestattet), vertreiben Sarazenen aus geheiligten Landen (wo auch immer die sind), sind immer auf Achse dorthin, wo es etwas zu trinken gibt, stehen in auf Mittelaltermärkten und in Schenken unseren Mann (bis zum letzten), gehen zuweilen über Tisch und Bänke und versuchen ansonsten nach alt überlieferten Werten und ritterlichem Podex, äh Kodex zu handeln.

Einige haben sich dem Orden der Templer verschrieben, andere dem Deutschritterorden (allerdings gefällt uns die Zeit besser, als Keuschheit und Abstinenz nicht mehr so wichtig genommen wurden).
Wir üben uns regelmäßig im ritterlichen Waffengang, stellen uns dabei auch nicht mehr ganz so ungeschickt an, nehmen Turnieraufträge aber erst dann an, wenn uns jemand das Reiten beibringt!
Dabei legen wir Wert auf Originalität und Authentizität, d.h. unsere Schwerter sind aus Stahl und wir tragen richtige Kettenhemden.

Aber das Wichtigste ist: Wir nehmen dies alles und uns selbst nicht so ernst. Im Ernst!
So sonnt Euch in unserem Glanze! Aber Vorsicht: Einladungen gehen nicht unter 50 L Bier ab
(alternativ auch Met oder Hochprozentiges aus den Kernlanden des Deutschritterordens)!

Privater Hinweis:

Die Kondition lässt diesbezüglich den ein oder anderen „Wunsch“ offen, aber was will man von einem
Deutschordensritter erwarten! Der is‘ ja nix gewohnt – so wie die Templer!!!

Zwecks Verbesserung der Kondition findet man ihn nächtens auch in diversen dunklen Spelunken, in denen zum Tanze aufgespielt wird. So der rhythmische Klang von Schalmeien und Trommeln sein Ohr entzücket, kann man ihn in vorderster Linie beim Schwingen des Tanzbeines erleben, bis der stets in seinem Becher schäumende Met (oder der leise gurrende Ruf einer holden Maid) ihn schließlich dahin- oder zu neuen Taten aufrafft...

Dann vernimmt man seinen Schlachtruf. „Geh doch zuhause...“

Michael vom Rath

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